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Sichere Geldanlage im Jahr 2012 – Worauf man achten sollte

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Sichere Geldanlage im Jahr 2012 – Worauf man achten sollte

Wird der Euro auseinanderbrechen? Wie geht es mit der Schuldenkrise weiter? Und vor allem: Wie lege ich mein Erspartes am sichersten an? Auch die Analysten und Volkswirte sind sich uneins: Während die einen eine Inflation auf uns zukommen sehen, sprechen die anderen von einer möglichen Deflation. Einige malen den Untergang des Euro mit düsteren Farben an die Wand, während die anderen die Krise als Chance des gemeinsamen Wachstums eines Kontinents begreifen, der vor 70 Jahren noch in erbittertem Krieg lag.
Was kommt 2012 auf uns zu? Mit Sicherheit weiß das natürlich niemand. Doch mit den folgenden Tipps für die Geldanlage ist man auch 2012 auf der sonnigen Seite des Lebens.

Die Grundlagen der Geldanlage
Eine der wichtigsten Regeln für die Geldanlage, die natürlich auch 2012 gilt, ist dass man so früh wie möglich anfangen sollte, zu investieren. Durch den Zinseszinseffekt werden nämlich auch die erwirtschafteten Zinsen mitverzinst und so steigt der Ertrag überproportional an. Wer 10.000 Euro für 20 Jahre zu fünf Prozent verzinst, erhält am Ende der Laufzeit 26.533 Euro. Nach vierzig Jahren sind es aber bereits 70.400 Euro. Daran erkennt man den großen Effekt des Zinseszinses.

Ebenfalls wichtig für Anfänger: Je sicherer die Anlage ist, umso geringer ist natürlich die Rendite. Wer also 15 Prozent Rendite versprochen bekommt, kann sich sicher sein, dass die Anlage hochspekulativ ist. Lieber mit dem Marktdurchschnitt an Gewinn rechnen und dafür auf Nummer sicher gehen. Eine weitere Regel: Kontinuierlich bleiben, denn „Hin und her macht Taschen leer“. Hektik ist an den Finanzmärkten fehl am Platz. Studien zeigen, dass viele Anleger in Panik aussteigen und so viel Geld verlieren, anstatt die Krise erst einmal auszusitzen und abzuwarten.

Eine weitere Empfehlung, die der große Warren Buffet abgab: Nur in solche Anlagen investieren, die man auch versteht. Man sollte beim Investmentbanker ruhig so lange nachfragen, bis man verstanden hat, um welches Finanzprodukt es sich handelt. Denn am Ende ist man selbst verantwortlich: Auch professionelle Berater können nur dann zur Verantwortung gezogen werden, nachdem sie nachweislich falsche Informationen vermittelt haben. Wenn die Anlage aber im kommenden Jahr absackt, kann man den Finanzberater, zumindest vor Gericht, nicht dafür verantwortlich machen

Tagesgeld und Festgeldkonten 2012
Wer sein Geld noch immer auf dem Sparbuch bunkert, der sollte spätestens 2012 eine Umschichtung angehen. Denn die Inflation in den letzten Monaten des vergangenen Jahres lag in Deutschland zwischen 2,3 und 2,5 Prozent. Wer also 1 Prozent Zinsen auf seinem Sparbuch kassiert, verliert jeden Monat Geld. Tagesgeldkonten können inzwischen ganz einfach online eröffnet werden – bei dieser Anlageform ist das Kapital jederzeit verfügbar und trotzdem werden zurzeit Zinsen bis zu 2,75 Prozent bezahlt. Somit kann zumindest die Inflation ausgeglichen werden. Um hierbei eine gute Rendite zu erzielen, sollte man einen aktuellen Vergleich der Tagesgeldkonten und Konditionen durchführen, um das beste Tagesgeldangebot für die eigene Geldanlage zu erhlaten.

Mehr Rendite erzielt man durch die Festgeldanlage. Dabei wird eine bestimmte Summe für ein, zwei, drei oder auch fünf Jahre festgesetzt. Sie wirft einen bereits vorher bestimmten Zins ab, der nicht variabel ist. Zurzeit sind vor allem die ein- bis dreijährigen Festgeldkonten zu empfehlen. Die Zinsdifferenz zur fünfjährigen Anlage ist dabei nur sehr gering – so dass es sich kaum auszahlt, das Ersparte fünf Jahre lang festzusetzen. Die Zinserträge schwanken bei dieser Anlageform je nach Bank und Anlagedauer zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Durch die Absenkung des EZB-Leitzinssatzes auf 1,0 Prozent im vergangenen Jahr werden die Zinsen auf das Tages- und Festgeld 2012 wohl nicht merklich ansteigen. Aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde gehören Tages- und Festgeldkonten zu den topsicheren Anlageprodukten.

Immobilien 2012
Möglicherweise wird 2012 und 2013 die Inflation, zumindest in der Euro-Zone, noch weiter steigen. Neben den Anlagen in Edelmetalle wie Gold ist bei einem solchen Szenario der Ankauf von Immobilien stets ein guter Rat, um Wertverlust zu vermeiden. Wer über ausreichend Kapital verfügt, kann dies durchaus in Ferienwohnungen oder andere „handfeste“ Immobilienwerte investieren. Dabei sollten jedoch „Risikoländer“, beispielsweise Russland oder arabische Länder, gemieden werden. Am besten dort investieren, wo man die Umgebung kennt: Wer also seit langer Zeit seine Ferien am Chiemsee verbringt, sollte sich eventuell vor Ort nach guten Angeboten umsehen. Besonders in Krisenzeiten gelten Immobilien als äußerst sichere Wertanlage.

Aktien 2012
Wer auf sichere Geldanlagen setzen möchte, der sollte auf Aktien wohl besser verzichten. Wertpapiere sind besser für jene geeignet, die das Risiko nicht scheuen. Denn um mit Aktien gutes Geld zu verdienen, muss man imstande sein, auch happige Kursstürze auszusitzen. Wer dennoch ein wenig zocken möchte – die Empfehlungen der Analysten von Morgan Stanley für langfristig gewinnbringende Anlagen über fünf Jahre schauen für das Jahr 2012 so aus: Amazon.com, Anheuser-Busch InBev (Getränkebranche), AmBev (Nahrungs- und Genussmittel), BHP Billiton Plc (Rohstoffe), BorgWarner Inc. (Automobile), China Shenhua Energy (Rohstoffe), CNOOC (Energie), Cognizant Technology Solutions (IT-Dienstleistungen), Colgate-Palmolive Co. (Konsumgüter). Weitere Aktienempfehlungen betreffen vor allem die Dienstleistungsbranche und die Aktien von Schwellenländern wie Indien, Indonesien und Thailand, die laut Analysten ein langfristiges Wachstum hinlegen werden.
Grundsätzlich gilt: Um erfolgreich in Aktien zu investieren, sollte ein Startkapital von mindestens 5.000 Euro vorhanden sein und ausreichend Spezial-Wissen des Einzelnen, um selbst Entscheidungen wie Kaufen/Verkaufen treffen zu können.

Fazit – Sichere Anlagen für das Jahr 2012

  • Tages- und Festgeldkonten (maximale Sicherheit durch Einlagenschutz, gleichbleibende Zinsen und dadurch hohe Planbarkeit des Vermögens)
  • Immobilien (sehr gute Geldanlage in Zeiten der Inflation)